Deister Aktuell Zeitung vom 09. April 2003


Jägerlehrgang endet mit praktischer Prüfung

Waidmannsheil für 20 neue Jägerinnen und Jäger/Ausbilder ehrenamtliche Fachleute


Ausbildungsleiter Winfried Thai (li) aus Egestorf und Kreisjägermeister Heinrich Schaper (re) heißen auch Niels Krabbe (v.l) aus Barsinghausen, Maik Offenhausen von der Stadtverwaltung Barsinghausen und Dr. Jürgen Brunner aus Wennigsen in ihren Reihen willkommen.
 

GÖXE (dw).  
Die Kreisjägerschaft Hannover Land begrüßt 20 neue Jägerinnen und Jäger in ihren Reihen. Fast sieben Monate lang haben sich die Damen und Herren zwischen 16 und 60 Jahren in allem kundig gemacht, was man für den Erwerb des Jagdscheins braucht. Ihr Jägerlehrgang umfasste die Themen Jagdbetrieb, Wildtierkunde, Behandlung des erlegten Wildes, Naturschutz, Gesetzeskunde und die Praxis des Schießens.

Von den 25 Lehrgangsteilnehmerinnen, die im September vergangenen Jahres gemeinsam angefangen hatten, erlebten 20 den letzten Prüfungstag mit der praktischen Prüfung im Revier. Vier waren bereits in der theoretischen Prüfung gescheitert, einer hatte das Büchsenschießen verpatzt.

Alle anderen durften nach der letzten Prüfung jubeln.

Die Prüfung zum Besitz des Jagdscheins ist eine staatliche Prüfung, die aber von den Kreis-jägerschaften abgenommen wird.

Ausbilder in den einzelnen genannten Fachbereichen sind Fachleute, die ihr Wissen ehrenamtlich in den Dienst der Jägerschaft stellen. "Hannover Land hat immer eine gute Erfolgsquote." bescheinigte Jürgen Möller, der als Kriminalbeamter im Ruhestand die Kandidatinnen zusammen mit Günther Kleister an der Schrotflinte ausgebildet hat. Als besonders erwähnenswert bezeichnete er, dass in dem jährlich stattfindenen Lehrgang zum achten Mal niemand beim Wurfscheibenschießen durchgefallen ist. Diese Disziplin gilt als besonders schwierig, da die Ziele beweglich sind.

Die Jägerschaft bildet nicht nur ihren eigenen Nachwuchs an passionierten Jägern aus.

Teilnehmen können ebenso angehende Försterinnen und TierärtzInnen, die den Jagdschein aus beruflichen Gründen brauchen. Auch wenn die Schießausbildung, der Umgang mit der Waffe und die Behandlung des erlegten Wildes in der Ausbildung einen breiten Raum einnehmen, so ist dieser Teil des Jägerdaseins im Laufe des Jahres eher von nachrangiger Bedeutung.

Im Vordergrund steht für einen Jägdpächter die Hege und Pflege des Wildes und ein schonender Umgang mit Arten, deren Bestände sehr dünn geworden sind. "Unser Ziel ist ein artenreicher Wildbestand." erklärte Jürgen Möller.

Foto: dw


Alle TeilnehmerInnen der letzten Prüfung beim Jägerlehrgang bestanden die Anforderungen.
 

Aktualisiert:  22.04.2003